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M. hat Narben an seinem Körper. Und einen abgelehnten Asylantrag.  K. und A. sind körperlich unversehrt, aber die Narben auf ihrer Seele sind unverkennbar. H. geht seit Monaten wöchentlich zum Therapeuten, um seine traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten. In einem Interview haben sie ihre Geschichte geschildert, beschrieben was sie hier her geführt hat und warum es ihnen unmöglich ist in ihr Herkunftsland zurückzukehren. Es war anstrengend, doch alle haben ihre Chance genutzt, die Fluchtgeschichte geschildert und gehofft.
Auf die Hoffnung folgte leider viel zu oft die Ablehnung des Asylantrags, die mit großen Zukunftsängsten verbunden ist. Nach meist mehrjährigen Bemühungen und Erfolgen sich in Deutschland zu integrieren - Schulbesuch und -abschluss, Spracherwerb, Vereinsmitgliedschaften, Orientierung im Behördendschungel etc.- folgt die Ernüchterung. Alles umsonst. Was soll aus mir werden?


Der Verein Schlupfwinkel e.V. setzt sich für eine gerechte Gesellschaft ohne Ausgrenzung und Stigmatisierung, für Chancengleichheit und für die Teilhabe von Kindern, Jugendlichen und Familien an gesellschaftlichen Prozessen ein. 

In diesem Sinne möchten wir uns mithilfe eines Rechtshilfefonds für die unbegleiteten Flüchtlinge unserer Wohngruppen einsetzen. Die Jugendlichen - deren Asylantrag trotz Erfahrungen mit kriegerischen Auseinandersetzungen, religiöser Verfolgung, Unterdrückung, Angst vor Blutrache, Vernichtung der Lebensgrundlagen oder Zwangsheirat in erster Instanz negativ beschieden wurde - sollen mit den Geldern aus diesem Rechtshilfefonds darin unterstützt werden, mithilfe eines Klageverfahrens gegen den negativ beschiedenen Asylantrag vorzugehen. Sie sollen die Möglichkeit erhalten einen angebotenen und mit Fleiß erarbeiteten Ausbildungsvertrag antreten zu können und ihr Recht zu nutzen diesen einzuklagen. 

Die Asylentscheidungen werden den jungen Menschen oftmals nicht gerecht, weil sie während der Anhörung nicht die richtigen Worte finden, über das Erlebte zu sprechen, aus Angst, Scham und weil Traumatisierungen einen natürlichen Schutzmechanismus mit sich bringen, das Erlebte zu verdrängen. Mit Hilfe verständnisvoller und kompetenter Rechtsanwälte können Gründe für Abschiebeverbote nachgewiesen und die Verfahren positiv abgeschlossen werden. Die Kosten der Verfahren betragen in der Regel mindestens 1000,00 €. Leider wird in vielen Fällen im Vorfeld eine Prozesskostenhilfe abgelehnt.

Wir wollen die jungen Menschen in dieser Situation nicht alleine lassen, mit diesen Entscheidungen, welche große Ängste in ihnen schüren. Aus dem Rechtshilfefond wollen wir die jungen Männer und Frauen mit einem Teilbetrag unterstützen, um für ihr Recht auf Asyl oder einen Ausbildungsplatz einzutreten. Der Rest wird von den Flüchtlingen in Raten an den Rechtsanwalt bezahlt.

Der Rechtshilfefond finanziert sich ausschließlich durch Spenden.
Unterstützen Sie uns, damit wir jungen Geflüchteten auf ihrem Weg in eine sichere Zukunft helfen und Hoffnung geben können. Vielen Dank!

Projektort: Lichtenhofstraße 7, 90461 Nürnberg, Deutschland

Ansprechpartner:

C. Leander

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