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Erinnerst Du Dich an Deine letzte Reise nach Molwanien? Du hattest dort mitbekommen, dass eine spannende Podiumsdiskussion zu einem Thema, das Dich sehr interessiert, stattfand. Natürlich hast Du sofort beschlossen, dass Du dort hingehen wirst!
Doch dann - auf der Veranstaltung - bist Du sehr frustriert. Warum nur? Der Saal ist voll bis auf den letzten Platz, die Diskussion ist extrem spannend, viele Fakten werden ausgetauscht, die verbalen Fetzen fliegen, die Zuhörer lauschen gebannt. Warum also die Trübsal?
Du bist nicht schwerhörig, du hörst alles, ganz klar sind die Stimmen der Diskutierenden über Lautsprecher zu vernehmen.... aber: die Anwesenden sprechen alle Molwanisch! Du hörst alles, ja, aber du verstehst nichts!

Genau so geht es sehr vielen hörgeschädigten jungen Menschen, die zu einem Workshop, einer Diskussionsrunde oder einem Vortrag kommen: sie hören die Worte, aber verstehen sie nicht. Weil die Vortragende oder der Sprecher räumlich zu weit entfernt ist, wird die Akustik deutlich schlechter. Die Schallwellen werden gebrochen, verzerrt und der -pegel verringert. Gesprochene Sprache wird somit über die Distanz nicht nur leiser, sondern auch undeutlicher - und mit Hör-Handicap schließlich unverständlich.

Junge Menschen mit Hör-Handicap sollen auf unseren Veranstaltungen akustisch inkludiert sein. Deswegen setzen wir eine FM-Anlage ein, welche derzeit aus 2 Mikrofonen + Empfängern für die hörgeschädigten Teilnehmer*innen besteht. Während ein Mikrofon beim Sprechenden verbleibt, kann das zweite in der Gruppe umhergereicht werden. Damit erhalten die Hörgeschädigten das Gesprochene durch die Funkübertragung nun direkt so ins Ohr, als würde der Sprechende direkt und gleichzeitig vor jeder einzelnen Person stehen. Den Teilnehmern wird damit ein deutlich besseres – oder gar überhaupt ein – Verständnis ermöglicht, als dies ohne die FM-Anlage der Fall wäre.

Die Aktion Mensch und Jaggo Media ermöglichten in 2017 die Anschubfinanzierung. Danach konnte die Anlage dank Kombia GbR,  Schau Hin e.V. und der VR-Bank Oberfranken Mitte e.G. und vielen privaten Spenden erweitert werden.

Bei Workshops stoßen wir jedoch an Grenzen, denn hier ist die Anzahl der Empfänger noch zu gering, um alle Teilnehmenden versorgen zu können. Gemeinsam mit Dir wollen wir unsere FM-Anlage hierfür erweitern. Denn Inklusion muss für jeden da sein! :)
Projektort: Nordbayern, Deutschland

Ansprechpartner:

Carsten S.

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